Aspekte der Geschichte Hahndorfs
Prominente Verbindungen zu Hahndorf
Hans Heysen

Fotografisches Porträt von Hans Heysen von Harold Cazneaux aus dem Jahr 1935
Fotoquelle: Wikimedia Commons. Gemeinfrei.
Wilhelm Ernst Hans Franz Heysen (1877-1968) war einer der beliebtesten Landschaftsmaler in Australien. Er ist besonders für seine Landschaftsbilder mit majestätischen Eukalyptusbäumen bekannt. Ab 1908 lebten er und seine Frau in der Nähe von Hahndorf und er fertigte auch Zeichnungen von einigen der alten Bauernhäuser Hahndorfs und seiner älteren Bewohner an. ›Das einfache, altmodische deutsche Dorf und die prächtigen Eukalyptusbäume in der Umgebung, die Heysen anzogen, waren der Traum eines jeden Landschaftsmalers.‹[1]
Hans Heysen gewann zwischen 1904-32 Australiens renommierten Wynne-Preis für Landschaftsmalerei neunmal.
In den Jahren 1897-98 (etwa 10 Jahre vor seinem endgültigen Umzug nach Hahndorf) schuf Heysen ein Ölgemälde von einem der historischen deutschen Fachwerkhäuser in Friedrichstadt, in der Nähe von Hahndorf. Dieses Gemälde befindet sich in der Sammlung der Art Gallery of South Australia und trägt den Titel At Friedrichstadt, near Hahndorf. (Der Name Friedrichstadt ist ein historischer Name und seit vielen Jahrzehnten nicht mehr gebräuchlich - die Ortschaft ist allgemein als Paechtown bekannt.) Du kannst dir Heysens Gemälde At Friedrichstadt, near Hahndorf auf der Website der Galerie ansehen.
Du kannst mehr Informationen über sein Gemälde Droving into the light auf der Website der Art Gallery of Western Australia lesen.
Du kannst mehr über Hans Heysen hier lesen...
Matthew Jaensch
Matthew Jaensch spielte 2010-2016 australischen Fußball (Australian Rules Football) für den Verein Adelaide Crows in der nationalen Liga (AFL). Er absolvierte 74 Spiele für die Crows. Er wurde in Hahndorf geboren und spielte zunächst für den Hahndorfer Verein in der lokalen Hills Football League.
Matthew Jaensch spielte bei den Adelaide Crows zusammen mit Simon Goodwin (einem Nachkommen der berühmten Familie von Friedrich Herbig). Die Saison 2010 war Jaenschs erste Saison und Goodwins letzte Saison als Spieler in der AFL-Liga. Als Jaenschs Karriere bei den Crows zu Ende war, spielte er für die Hahndorf Magpies weiter.
Der Familienname Jaensch ist unter den Namen, die auf dem Torbogen des Pionier-Gedenkgartens in Hahndorf aufgeführt sind - die Namen der 52 Gründerfamilien von 1839.
›Hans of Hahndorf‹
Die ›Coodabeen Champions‹ (oft auch als ›The Coodabeens‹ bezeichnet) sind ein australisches Comedy-Team mit Radiosendungen. Diese Sendungen begannen im Jahr 1981. Ein beliebtes Segment jeder Sendung heißt Torch's Footy Talkback (»Torch« = Jeff »Torch« McGee, ein Mitglied der Coodabeens). Dabei handelt es sich um ein fiktives Talk-Radio-Segment, in dem Anrufer mit verschiedenen Fußballfragen, Gerüchten oder Gedanken anrufen, oft in Form von humorvollen und subtilen Anspielungen auf Fußballpersönlichkeiten.[2]
Zu den fiktiven Anrufern gehören unter anderem: »Stan the statistician from Stradbroke Island«, »Col from Cabramatta«, »Helen from Healesville«, »Pearl from the Peninsula« und »Hans from Hahndorf«. »Hans from Hahndorf« ist ein großer Fan des Fußballvereins Adelaide Crows in der nationalen Liga. In der Coodabeens Footy Talkback Sendung vom 24. Juni 2017 begann »Hans« sein Telefonat mit dem deutschen Gruß »Wie geht's?« und bekundete seine große Bewunderung für den ehemaligen südaustralischen Fußballer Malcolm Blight.
Zufälligerweise trug ein Zeitungsartikel über den Maler Hans Heysen in The Mail im Jahr 1913 die Überschrift ›Hans from Hahndorf‹.[3]
Ulrich Hübbe
Dr. Ulrich Hübbe, geboren in Hamburg, wurde nach dem Studium an drei deutschen Universitäten Jurist. Er kam 1842 in Südaustralien an. Obwohl er kein Mitglied des Parlaments war, leistete er mit seinen Kenntnissen der Grundbesitzgesetze norddeutscher Städte einen wertvollen Beitrag zur Ausarbeitung eines wichtigen Gesetzes, das das südaustralische Parlament 1858 verabschiedete. Dieses Gesetz, das manchmal auch als Torrens Title Act bezeichnet wird, wurde von mehreren anderen Ländern kopiert. Hübbe starb 1892 im Alter von 86 Jahren in Mount Barker, und sein Grab befindet sich auf dem Hahndorfer Friedhof. Du kannst hier mehr über Dr. Ulrich Hübbe lesen.[4]
Philip Nitschke
Philip Haig Nitschke (geboren 8 August 1947) ist ein australischer Aktivist, Autor und ehemaliger Arzt. Er engagiert sich für ein allgemeines Recht auf einen humanen Tod für Sterbewillige und gründete dafür im Jahre 1997 die Sterbehilfe-Organisation ›Exit International‹.[5] Sein Ur-Ur-Großvater Friedrich Wilhelm und seine Ur-Ur-Großmutter gehörten zu den Gründerfamilien von Hahndorf.[6]
Friedrich Wilhelm Nitschke stammte aus dem Dorf Kay in der preußischen Provinz Brandenburg. Er war Maurer und 35 Jahre alt, als er mit dem Schiff Zebra unter dem Kommando von Kapitän Dirk Hahn nach Südaustralien kam. Nitschke und seine Familie gehörten zu den ersten Siedlern von Hahndorf. Mit Nitschke kamen seine Frau Maria Elisabeth (geborene Süß), 35 Jahre alt, und ihre drei Kinder: Johann Karl (10 Jahre), Johann Wilhelm (8 Jahre) und Johanne Karoline (6 Jahre).[7]
➜ Eine Seite mit Fotos von Denkmälern und Zeichen des deutschen Erbes in Hahndorf kannst du hier ansehen.
♦ Einzelnachweise:
1. Andrews, Rebecca & Art Gallery of South Australia. (2008). Hans Heysen. Adelaide: Art Gallery of South Australia. S.6
2. Wikipedia contributors. (2022, June 16). Coodabeen Champions. In Wikipedia, The Free Encyclopedia. Abgerufen 30. Juli 2022, von dieser Webseite.
3. HANS OF HAHNDORF. (1913, May 3). The Mail (Adelaide, SA : 1912 - 1954), S. 8. Abgerufen 18. August 2022, von <nla.gov.au/nla.news-article58514238>
4. Leske, Everard. (1996). For Faith and Freedom: the Story of Lutherans and Lutheranism in Australia 1838-1996. Adelaide: Openbook Publishers. S.125-126
5. Seite »Philip Nitschke«. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. April 2022. URL: <https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Philip_Nitschke&oldid=222142101> (Abgerufen: 28. August 2022)
6. Nitschke, Philip Haig. & Corris, Peter. (2013). Damned if I do. Carlton, Victoria : Melbourne University Press. (Kapitel Zwei)
7. Iwan, W. & Schubert, David A. (1995). Because of their beliefs : emigration from Prussia to Australia. Highgate (South. Australia) : H. Schubert. S.77
♦ Literatur:
Tampke, Jürgen. (2006). The Germans in Australia. Port Melbourne (Victoria): Cambridge University Press.