Chronologie

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2000

Punkt

Am 23. Juli, bei ihrer Regelmäßigen Tagung 2000, entschuldigte sich die Lutherische Kirche Australiens bei den Ureinwohnern Australiens. Dr Steicke sagte folgendes:

On behalf of the rest of the people of our church, I am sorry for the suffering and hurt that your people have had to endure. We ask God to forgive us for the evil we have done, and the help we have failed to give you. We resolve to work together with you, to share and learn together, to accept and respect each other. Help us to listen to you and learn from you. We promise to work with you and others for justice and harmony in relationships. We recognise the contribution which indigenous people are making. We are sorry for the bad things that have happened in the past. Please forgive us.

Dr Steicke

Pastor Jimmy Haines, Vertreter der Ureinwohner Zentral-Australiens, antwortete in der Arrarnta-Sprache, die Mr Garry Stoll übersetzte.

Many of us Aboriginal people living in Central Australia and also us pastors have been discussing this word reconciliation for a long time. More recently people asked me to speak on their behalf at this synod. That's why I'm speaking to you as their representative..... We do not hold a grudge against white people for what happened. There are people who always want to only talk about the bad things the white people did. We however would rather remember that many white people helped us and many are our friends to this day. More than anything however, we thank God that he sent his messengers to us with His Word. The missionaries taught us about God and stayed with us for a long time. Today there are many Aboriginal Christians and Pastors in Central Australia. We are really happy about that. We are also happy that the Lutheran Church continues to help us.

Pastor Jimmy Haines

Punkt

Am 5. Juli verblüffte der australische Meister im Diskuswerfen Werner Reiterer die australische Öffentlichkeit mit der Veröffentlichung seines Buches Positive. Darin gab Reiterer zu, dass er ab dem Jahr 1995 verbotene Doping-Mittel benutzt hatte, und er behauptete, dass eine Handvoll australischer olympischer Beamten einige Spitzen-Leichtathleten schützten, die diese Doping-Mittel benutzten. Das Australische Olympische Komitee verkündete sofort eine juristische Untersuchung; jedoch wurde die Untersuchung später abgesagt, als Reiterer es ablehnte, Personen zu nennen, die in seinen Behauptungen eine Rolle spielten. Reiterer war in der Kleinstadt Hohenems geboren, im Nordwesten Österreichs an der Grenze zur Schweiz, und wanderte mit seiner Familie nach Australien aus, als er drei Jahre alt war. Er nahm für Australien an zwei Olympischen Spielen teil. 1992 war er in den Endrunden (10. Platz) in Barcelona, gewann die Gold-Medaille 1994 bei den Commonwealth-Spielen, und war der australische »Leichtathlet des Jahres 1995«. Er war 9-mal australischer Diskusmeister. Während der Olympischen Spiele in Sydney haben internationale Journalisten ihn interviewt, und er fand, dass sie mehr Interesse als australische Journalisten für die Fragen im Sport hatten, auf die er aufmerksam machen wollte. Er meinte, dass australische Journalisten nur Namen hören wollten.

(Foto © D. Nutting) Schild

Ortseingangsschild, Hohenems, Österreich.

2005

Am 3. Februar 2005 war die Deutsch-Australierin Cornelia Rau wieder frei, nach 10 Monaten hinter Gittern, zuerst in einem Frauengefängnis, dann in einem Auffanglager für illegale Einwanderer, das am Rande der Wüste im Bundesstaat Südaustralien lag. Der Fall der psychisch kranken 39 Jahre alten Frau, deren Familie 1967 von Hamburg nach Australien ausgewandert war, löste einen Skandal in Australien aus, da der Fall die Zustände in Australiens Auffanglagern für Asylbewerber beleuchtete.
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2007

Im Juni 2007 wurde Mathias Cormann, der aus dem deutschsprachigen Teil Belgiens ausgewandert war, Parlamentarier im australischen Senat und vertrat dort den Bundesstaat Westaustralien. Später war er mehrere Jahre lang Australiens Finanzminister.
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2008

Am 26. November 2008 bekam die Familie des deutschen Arztes Bernhard Möller die Nachricht, dass der australische Einwanderungsminister Chris Evans entschieden hatte, dass sie in Australien bleiben darf. Möller arbeitete als einziger Internist in der kleinen Stadt Horsham auf dem Lande im Westen von Victoria. Ursprünglich hatte die Einwanderungsbehörde den Antrag der Familie auf Bleiberecht abgelehnt, mit der Begründung, dass ein am Downsyndrom leidender Sohn des Arztes »bedeutende Kosten für die australische Gemeinschaft« verursachen würde.
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2013

Vom 30. September 2013 bis zum 2. März 2014 zeigte das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven (Deutschlands nationales Museum zur Geschichte der Auswanderung) eine Sonderausstellung mit dem Titel Deutsche in Australien. 1788 – heute. Die Themen der Ausstellung reichten von der Geschichte Australiens als Einwanderungsland bis hin zu heutigen ›Work-and-Travel-Visum‹ Erfahrungen junger Deutscher. Eine Zeitleiste an den Wänden der Ausstellungsräume und vielschichtige Collagen gaben einen Überblick über die Entwicklung Australiens als Einwanderungsland – auch die frühe Geschichte der Einwanderung der Aborigines nach Australien wurde kurz beschrieben. Auch nach Ende der Sonderausstellung bleiben persönliche Gegenstände von Deutschen in Australien Teil der Dauerausstellung des Museums.

(Foto © R Decker) eine Ausstellungspräsentation

Teil der Sonderausstellung im Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven im Nordwesten Deutschlands

2015

Vom Dezember 2014 bis zum Oktober 2015 war eine Wanderausstellung über deutsche Einwanderer im Zeitraum 1935-1956 in verschiedenen Orten in Victoria zu sehen. Die Schriftstellerin Sabine Nielsen, die selbst 1972 nach Melbourne auswanderte, organisierte die Ausstellung Memories in my Luggage mit der deutschen Fotografin Eva Maria Rugel und dem Melbourner Designer David Wong. Die Grundlage für die Ausstellung war Nielsens 2014 veröffentlichtes Buch Ein bisschen Heimat im Gepäck, in dem die Erlebnisse von 13 Einwanderern dargestellt werden. Die Wanderausstellung wurde im Bonegilla Migrant Reception Centre (im Norden Victorias) eröffnet, wo viele deutsche Einwanderer in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg ihre ersten Wochen in Australien verbrachten. Die Ausstellung enthielt Fotos und Texte über die abenteuerlichen Reisen und das neue Leben der Migranten, eine digitale Präsentation sowie Informationen über verschiedene Organisationen, die die Migranten unterstützten, wie zum Beispiel der deutsch-australische Hilfsverein Melbourne (AGWS - gegründet 1954).

(Foto © D. Nutting) Ausstellungsposter

Ein Teil des Ausstellungsraums für Memories in my luggage (Erinnerungen in meinem Gepäck), Glen Waverley Library, Februar 2015.

2017

Der ehemalige Australian-Rules-Footballer Nick Riewoldt hat seine Autobiografie mit dem Titel The things that make us veröffentlicht. Riewoldt war einer der erfolgreichsten Stürmer in der Australian Football League (der Sportjournalist Glenn McFarlane beschrieb ihn 2023 als »Superstar, Schlüsselstürmer und große Führungspersönlichkeit«). Er bestritt zwischen 2001 und 2017 336 Spiele für den St Kilda Football Club und war 2005 und von 2007 bis 2016 Kapitän des Vereins. Das erste Kapitel seines Buches trägt den Titel »Heritage« (Erbe), und der größte Teil des Kapitels befasst sich mit seiner deutschen Herkunft.
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2020

Die in Deutschland geborene Paralympics-Siegerin Vanessa Low trat bei den Sommer-Paralympics 2020 in Tokio zum ersten Mal für das australische Olympia-Team an.
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