Aspekte der Geschichte Hahndorfs
Hahndorf floriert

Teil der Liste der ersten Familien, die Hahndorf besiedelten, am Torbogen des Pionier-Gedenkgartens in Hahndorf
Hahndorf wurde zu einer Art Zwischenstation für Deutsche, die in der Kolonie ankamen. Sie blieben eine Zeit lang in Hahndorf, bevor sie in andere neuere deutsche Siedlungen weiter im Landesinneren weiterzogen. Im South Australian Almanack von 1844 wurden alle Einwohner von Hahndorf als Farmer aufgeführt. Im Laufe der Zeit florierte die Siedlung und die Bewohner bauten dauerhaftere und größere Häuser, und es wurden neue Dienstleistungsbetriebe und Geschäfte im Dorf angesiedelt, zumal Hahndorf an der Hauptstraße lag, die in den Südosten der Kolonie führte.
Im Almanach von 1864 wurden neue Berufe wie Lehrer mit Zulassung, Sattler, Stellmacher, Ziegelbrenner und Ladenbesitzer aufgeführt. Im Almanach von 1877 war das Berufsspektrum wieder breiter gefächert und umfasste einen Uhrmacher, einen Kalkbrenner, einen Postmeister, einen Kommissionär, einen Arzt, einen Bergmann, einen Alkoholbrenner, einen Schuhmacher, einen Köhler, einen Holzfäller und einen Steinmetz. Die ursprünglichen deutschen Siedler waren 54 Familien. Im Almanach von 1893 war zu lesen, dass das Dorf 740 Einwohner und 140 Häuser hatte.[1]
Die Historikerin Alexandra Marsden hat erklärt, wie sich die Gewohnheiten der Deutschen in Hahndorf in ihrem Privatleben von ihren öffentlichen Interaktionen mit anderen Südaustraliern unterschieden [hier in Übersetzung]:
Es ist klar, dass die Deutschen in Hahndorf schnell in die wirtschaftliche Struktur der jungen Kolonie integriert wurden, zunächst durch ihre Gemüse- und Milchprodukte, dann durch die Bereitstellung von Dienstleistungen für den Verkehr auf der östlichen Hauptstraße. (...) In diesen öffentlichen Interaktionen mit dem übrigen Südaustralien waren sie neue Kolonisten, die sich erfolgreich angepasst hatten; privat jedoch waren sie in ihrem dörflichen Leben, ihren Bräuchen und ihren religiösen und sozialen Einstellungen kulturell abgesondert, unassimiliert in der Umwelt ihrer Zeit.[2]
Alexandra Marsden
♦ Einzelnachweise:
1. Young et al. (1981), S.128-129
2. Marsden, Alexandra. (1981). Hahndorf in the 19th Century: Development and Daily Life. In: Young et al. (1981). S.133
♦ Literatur:
Young, G., Harmstorf, I., Brasse, L., Marsden, A. (1981). Hahndorf survey Vols 1 & 2. [Survey for the Australian Heritage Commission] Adelaide: Techsearch.