Victoria

The Wimmera - »Victoria's Little Germany«

Dieser Artikel erschien 1937 in der Zeitung Herald. Die Reporterin Margaret Gilruth besuchte die Region Wimmera im Westen von Victoria. Sie beschrieb die deutschen Bräuche und Traditionen, die die Menschen dort bewahrt hatten. Im Folgenden findest du eine Zusammenfassung des Inhalts des englischen Originalartikels, der in einem leicht literarischen Stil verfasst wurde. Wenn du möchtest, kannst du unter diesem Link den vollständigen Originalartikel in der englischen Version dieser Seite lesen.

(Bildschirmfoto) Schlagzeile in einer Zeitung

"Deutschland im Wimmera" - Schlagzeile des Artikels in der Herald-Zeitung in Melbourne

Die Journalistin Margaret Gilruth vergleicht die kleinen deutschen Gemeinden in der Wimmera (die sie als »Kolonisten der Superlative« bezeichnet) mit den ländlichen deutschen Gemeinden, von denen man in den Vereinigten Staaten hört. Sie beschreibt sie als sparsam und patriarchalisch und berichtet von den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Jubiläum der kleinen Grundschule in Katyil und davon, wie die Einwohner von Katyil den älteren Herrn Gustaf Wiedermann aus Dimboola zu den Feierlichkeiten holten, weil er 35 Jahre zuvor den Bauern von Katyil, die unter einer Dürre litten, großzügig geholfen hatte.

Gllruth berichtete, dass die Großmütter bei den Jubiläumsfeierlichkeiten ebenso wie ihre Enkelkinder Englisch mit Akzent sprachen. Sie stellte fest, dass die Kinder zu dieser Zeit zu Hause noch Deutsch sprachen und dass die Gottesdienste weiterhin in deutscher Sprache abgehalten wurden. Diese Wimmera-Deutschen hatten jedoch wenig Interesse am Land ihrer Vorfahren und offenbar auch kein Interesse daran, Geld für eine Reise nach Deutschland auszugeben.

Gilruth stellt die »Hausfrauen« aus der Wimmera ihren städtischen Pendants gegenüber, die in die Geschäfte eilen, um Fleischprodukte wie Speck oder Schinken zu kaufen – die Hausfrauen aus der Wimmera stellten Wurst und Würstchen selbst zu Hause her, »nach guter alter deutscher Art«.

Gilruth schrieb, dass sie in keinem Dorf im Rheinland etwas Deutscheres gesehen habe als Fräulein Anna Schilling aus der Wimmera, weil Anna »in der robusten bäuerlichen Tradition« auf den Feldern arbeitete und deutsche Gerichte kochte, die sie allerdings leicht an die australischen Verhältnisse angepasst hatte.

Die Deutschen von Katyil hatten in der Anfangszeit keine lutherischen Pastoren, und es gab auch keine kleinen lutherischen Kirchen in der Gegend, aber die Deutschen von Katyil konnten in der Ferne den Turm der Kirche der Ebenezer-Mission (die von deutschen Missionaren geleitet wurde) sehen, und wenn auf den Bauernhöfen Babys geboren wurden, wurden sie über unberührtes Land zur Mission gebracht, wo sie getauft und gesegnet wurden.

♦ Literatur:

Deutschland im Wimmera (1937, November 20). The Herald (Melbourne, Vic. : 1861 - 1954), S. 37. Abgerufen am 22. Juni, 2025, von <http://nla.gov.au/nla.news-article244534819>