Ortsnamen
Australische Ortsnamen deutscher Herkunft
Grindelwald, Tasmania
Blick auf den Eingang zum Ferienort Grindelwald, Tasmanien.
Schild am Eingang zum Ferienort Grindelwald, Tasmanien.
Blühende Blumenkästen, reiches Holz, spiegelglatte Seen und altmodische Fensterläden - man könnte meinen, man befinde sich in einem Schweizer Dorf. Und eigentlich hätten Sie auch nicht Unrecht. Aber Sie sind nicht in der Schweiz, Sie sind im Norden Tasmaniens.
ABC News, 2022 (hier in Übersetzung)
Grindelwald ist ein ländlicher Ort im Tamar Valley, der von einem Niederländer, Roelf Vos, gegründet wurde. Er kam 1951 im Alter von 30 Jahren aus den Niederlanden nach Tasmanien und betrieb kleine Geschäfte im Norden der Insel, bevor er eine Supermarktkette gründete. Während eines Europaurlaubs mit seiner Frau Miep hielt er sich kurz in der Schweiz auf. Dieser Besuch war die Inspiration für das Feriendorf in Tasmanien, das er Grindelwald nannte.
In der Schweiz ist Grindelwald ein bekanntes Dorf und ein Skigebiet im Berner Oberland. Herr Vos besuchte erneut die Schweiz, um seine Ideen für das Dorf im Norden Tasmaniens zu konkretisieren, und die Bauarbeiten begannen 1981. Das Schweizer Dorf, das Bistro Alpenrose und der Veranstaltungsraum Edelweiss wurden im Dezember 1985 offiziell eröffnet.
Die Behörde für Ortsnamen in Tasmanien hat Grindelwald 1983 offiziell als Ortsnamen eingetragen.

Die Firstbahn ist die Seilbahn, die die Besucher zur Seilbahnstation auf dem First bringt - der First ist der Hausberg oberhalb des Schweizer Dorfes Grindelwald.
♦ Literatur:
Bovill, Monte. & Leslie, André & Napier, Kim. (2022, July 22). Why Roelf Vos built the Swiss-styled town of Grindelwald on a hill in northern Tasmania. ABC News. Abgerufen am 20.11.2022.
Placenames Tasmania. Department of Primary Industries, Parks, Water and Environment. Grindelwald. (Nomenclature Number: 20789R) <www.placenames.tas.gov.au>
Richards, J. ›Vos, Roelf (1921–1992)‹, Australian Dictionary of Biography, National Centre of Biography, Australian National University, <https://adb.anu.edu.au/biography/vos-roelf-16279/text28221>, Online-Veröffentlichung 2016. Abgerufen am 20.11.2022.