Der Erste Weltkrieg

Die Wirkung des Ersten Weltkriegs auf die Deutsch-Australier

Vor dem Krieg

Ein bewaffneter Konflikt zwischen einem deutschen Königreich oder Staat und dem Vereinigten Königreich wäre für viele Menschen im Britischen Empire während des größten Teils des 19. Jahrhunderts unlogisch erschienen. Während dieses Jahrhunderts bestanden langjährige Beziehungen zwischen Großbritannien und einigen deutschen Staaten (und später dem Deutschen Reich) auf höchster gesellschaftlicher Ebene. 1714 bekam Großbritannien seinen nächsten König aus Deutschland – Georg I. wurde König von Großbritannien und gleichzeitig Herrscher des Kurfürstentums Hannover, und er sprach nicht viel Englisch. Bis 1837 war der britische König auch Herrscher von Hannover in den deutschsprachigen Gebieten. Königin Victoria bekräftigte diese Verbindung zu den deutschen Staaten durch ihre Heirat mit Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Gotha, der im Laufe der Zeit bei den Briten und den Menschen in den britischen Kolonien wie Australien beliebt wurde.[1]

Deutscher Nationalstolz in Australien

Als Preußen 1871 Frankreich im Deutsch-Französischen Krieg besiegte, schlossen sich viele verschiedene Königreiche, Fürstentümer und Staaten der deutschsprachigen Länder zusammen und gründeten das Deutsche Reich (siehe die Seite über Otto von Bismarck). Viele Deutsch-Australier und in Australien lebende Deutsche waren stolz auf das neue vereinte Deutschland. In Australien lebende Deutsche schickten sogar Geschenke an Bismarck, den Reichskanzler.[2]

Vor dem Krieg waren sie sehr respektiert.[3] Zwischen 1839 und 1914 leisteten die Deutsch-Australier einen großen Beitrag zur Entwicklung Australiens, besonders zu der in Südaustralien (im Jahre 1900 waren fast 10% der südaustralischen Bevölkerung Deutsch-Australier).

Rev. John Blacket, ein methodistischer Geistlicher und Historiker, veröffentlichte 1911 (nur drei Jahre vor dem Ersten Weltkrieg) eine Geschichte Südaustraliens und widmete einen Großteil von Kapitel 8 der ›Ankunft der Deutschen‹. Er beschrieb die deutsche Einwanderung als eines der »wichtigsten Ereignisse in der frühen Geschichte Südaustraliens«.[4] Er schrieb (hier in Übersetzung): »Es muss etwas Besonderes an Männern und Frauen sein, die aus Gewissensgründen ihre Heimat und ihr Vaterland aufgeben. Diese deutschen Flüchtlinge waren die ›Auslese Schlesiens‹. Sie waren großartige Kolonisten – fromm, nüchtern, zufrieden und fleißig.«[5]

In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts wurden die Beziehungen zwischen Großbritannien und Australien zu Deutschland zunehmend angespannt und von Misstrauen geprägt, als Kaiser Wilhelm II. begann, die internationale Politik und Diplomatie Deutschlands immer mehr in seine eigenen Hände zu nehmen[6]. Deutschland baute seinen Handel und seine Kolonien aus, teilweise in dem Bestreben, Großbritannien und Frankreich in diesen Bereichen „einzuholen”.[7] Deutschland leistete den Rebellen, die Großbritannien im Burenkrieg herausforderten, praktische Unterstützung.[8] Der deutsche Imperialismus im westlichen Pazifik wurde zu einer beunruhigenden Entwicklung. Als Deutschland Nordost-Neuguinea annektierte, wurde es zur größten Macht in der Nähe der australischen Küste. Dies beunruhigte insbesondere die Regierung von Queensland. In Australien nahmen die antideutschen Gefühle zu.[9]

Der Krieg brach aus

Foto: Gefallenendenkmal (copyright: D Nutting)

Viele Deutsch-Australier waren in der australischen Armee, und kämpften und starben für Australien. Auf dem Kriegerdenkmal in den öffentlichen Anlagen von Tanunda (Barossa-Tal) stehen die Namen von acht Kriegsgefallenen. Sechs davon sind deutsche Namen.

Der Krieg brachte großes Leid über australische Familien, als Berichte über Todesfälle an der Front in Australien eintrafen und die Propaganda der Bundesregierung antideutsche Gefühle in der Bevölkerung und in den Zeitungen schürte. Während des Ersten Weltkriegs war der Militärdienst in Australien freiwillig, und die Regierung tat ihr Bestes, um Deutschland und die Deutschen als grausam und schrecklich darzustellen, um die Zahl der Soldaten, die sich freiwillig meldeten, zu erhöhen. ›Alles Deutsche geriet in Ungnade‹[10].

Die große Mehrheit der Deutsch-Australier und Australier deutscher Abstammung war Australien und dem Britischen Empire gegenüber loyal, aber viele empfanden dennoch eine Zuneigung zur deutschen Sprache (insbesondere aufgrund ihrer Rolle in den Gottesdiensten der lutherischen Kirchen) und zu den deutschen kulturellen Traditionen, mit denen sie aufgewachsen waren; sie unterschieden zwischen Politik und Kultur - für Deutsche war es keine Leugnung ihres kulturellen Erbes, Australien als ›Heimat‹ zu bezeichnen[11]. Dies war eine Unterscheidung, die einige britischstämmige Australier nicht verstehen konnten.

Der Erste Weltkrieg war ein schwerer Schlag für den Status der deutschen Sprache in Australien. Nicht nur in Australien, sondern auch international war Deutsch eine bedeutende Sprache gewesen, insbesondere in den verschiedenen Bereichen der Wissenschaft. 1909 hielt Max Planck – der 1918 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde – an der Columbia-Universität in New York eine Physik-Vorlesungsreihe auf Deutsch. Auch in Asien spielte Deutsch eine große Rolle: 1907 eröffnete man in Shanghai eine medizinische Hochschule, in der Deutsch die Unterrichtssprache war.[12]

Zu Beginn des Krieges verbot die australische Bundesregierung die Einfuhr von Büchern und anderen Druckerzeugnissen aus Deutschland, und Ende 1917 untersagte sie die Veröffentlichung deutschsprachiger Zeitungen und Zeitschriften in Australien.[13] Die Verwendung der deutschen Sprache im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben wurde regelmäßig in Leserbriefen an Zeitungen und in den verschiedenen Parlamenten Australiens kritisiert.[14] Der Lutherische Kirchenbote für Australien war die offizielle Kirchenzeitung der Evangelisch-Lutherischen Synode in Australien, die wichtige Nachrichten, Berichte und Informationen für die lutherische Gemeinde in Australien in deutscher Sprache veröffentlichte. Sie wurde von Oscar Mueller in Hochkirch, Victoria, herausgegeben. Diese deutschsprachige Zeitung wurde 1917 eingestellt.

Bild: Titelkopf einer Zeitung

Das Bild zeigt den Titelkopf der letzten Ausgabe (20.12.1917) des Lutherischen Kirchenbote, bevor die Regierung die Veröffentlichung verbot.

In abgelegenen ländlichen Gemeinden mit deutschstämmigen Einwohnern in Südaustralien, wo es nur wenige englische Familien gab und keine britisch-australischen Polizisten, wurde auf der Straße Deutsch gesprochen und über die Straße gerufen, wie beispielsweise in Springton im Eden Valley. In Adelaide vermieden die Menschen jedoch nach Möglichkeit, Deutsch zu sprechen.[15]

Der Bryce-Bericht

Der Bryce-Bericht von 1915 verschärfte die antideutsche Stimmung in Australien noch weiter. Dieser Bericht war eine Propagandapublikation der britischen Regierung, die behauptete, Gräueltaten deutscher Truppen in Belgien zu dokumentieren. Die ›Beweise‹, auf die sich das Komitee von James Bryce stützte, waren jedoch »in vielen Fällen äußerst dürftig« (gemäß den Nationalarchiven Großbritanniens)[16]. Diese britische Publikation wurde in Australien beworben und verstärkte den Hass gegenüber Deutsch-Australiern. Weitere Informationen über den Bryce-Bericht und seine Auswirkungen in Australien findest du hier.

John Molony, Professor für australische Geschichte an der Australian National University, schrieb 1987 (hier in Übersetzung):[17]

Patriotismus in vielen Formen erfasste Schurken und vernünftige Menschen gleichermaßen. Wer oder was mit Deutschland in Verbindung stand, ob Person, Ort oder Produkt, wurde diskriminiert oder interniert, umbenannt oder abgelehnt.

Professor John Molony

Beispiele der Wirkungen der Kriegsstimmung

Im Jahre 1914 identifizierten sich die meisten weißen Australier mit »Mother England«. In ihrem Buch The Anzacs schrieb die australische Autorin Patsy Adam-Smith:[18]

»The people didn't know what to do«, my father answered when, as a child, I questioned him about the ill-treatment of a German in his town. »We hadn't had a war before this«.

Patsy Adam-Smith

Lies hier mehr über die Gefühle der meisten Australier gegenüber Großbritannien in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts.

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Einige Deutsch-Australier, deren Familien schon seit drei Generationen in Australien lebten, wurden interniert. Die Arbeitssituation wurde für Deutsch-Australier schwierig, und als Folge sind einige freiwillig in die Internierungslager gegangen.[19] Einige britischstämmige Australier wollten nicht mehr gemeinsam mit »Deutschen« arbeiten, und es wurde schwieriger für Deutsch-Australier, Arbeit zu finden.[20] Hermann Homburg, der Justiz-Minister von Südaustralien, musste seine Stelle aufgeben. Er war in Südaustralien geboren, und war nie im Leben außerhalb von Südaustralien gewesen.

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In Mentone, einem Vorort von Melbourne an der Bucht, ging eine Gruppe junger Männer aus der Gegend zu einem Haus in der Nähe des Piers in der Naples Road und warf Steine durch die zerbrechlichen Wände, um einen langjährigen deutschen Einwanderer, Oscar Wetzel, zu attackieren. Sein einziges ›Vergehen‹ bestand darin, dass er mit einem Teleskop die Bucht beobachtete – und anderen gegen einen Penny erlaubte, ebenfalls hindurchzuschauen –, doch die Nachbarn beschuldigten ihn, Schiffe auszuspionieren. Diejenigen, die bereit waren, der Anschuldigung Glauben zu schenken, ließen die Schikanen eskalieren, bis Wetzel aus Angst um seine Sicherheit darum bat, interniert zu werden.[21]

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Der Bürgermeister von Rainbow in der Mallee-Region von Victoria durfte nicht mehr Bürgermeister sein, nur weil er Deutsch-Australier war. Dies passierte Bürgermeistern und Ratsmitgliedern auch anderswo. Im Stadtrat von Katoomba in New South Wales mussten Johannes Berghoefer und Charles Lindemann ihre Ämter niederlegen. Sie waren als junge Männer nach Australien gekommen und hatten sich beide aktiv für die Entwicklung der Region Blue Mountains eingesetzt.[22]

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Die australischen Militärbehörden waren besorgt über deutsche Missionare, die in abgelegenen Gebieten des Landes tätig waren. Die Behörden spionierten die deutschen katholischen Missionare (die Pallottiner) aus, die mit den indigenen Australiern in der Beagle Bay (Ngariun Burr) Mission auf der Dampier-Halbinsel in der Kimberley-Region arbeiteten. Nach dem Kriegsausbruch besuchten Patrouillenboote der Marine die Mission und suchten nach einem Funkgerät, fanden jedoch nichts. Die Regierung vermutete, dass die Missionare, die über große Viehbestände verfügten, deutsche Schiffe, die im Indischen Ozean operierten, mit Fleisch versorgen könnten. Den Missionaren wurde für den Rest des Krieges verboten, die Mission zu verlassen. Während dieser Zeit der erzwungenen Isolation bauten sie zusammen mit ihren Aborigine-Helfern mit eigenen Händen eine wunderschöne Kirche, die Sacred Heart Church, die für ihren Altar aus Perlmutt berühmt ist.[23] Die Zeitung Sydney Morning Herald: ›Sacred Heart ist eine unglaubliche Verbindung deutscher und indigener Kultur.‹[24] (Viele der Aborigine-Kinder aus der Kimberley-Region, die von der Mission ausgebildet und auf eine Beschäftigung vorbereitet wurden, verloren den Kontakt zu ihren Eltern und wurden Teil der Stolen Generation [gestohlene Generation]. Die Mission wurde 1976 geschlossen, und seitdem ist die Aborigine-Gemeinde von Beagle Bay in Selbstverwaltung.)

Foto: Kirchenaltar

Der Altar der Sacred Heart Church in Beagle Bay, W.A. Er enthält Stammes-Symbole der lokalen indigenen Australier und christliche Symbolik, die mit Perlmutt in den Altar eingelegt sind..

Das Foto erscheint hier mit freundlicher Genehmigung von outbackjoe.com

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Deutsche Schulen mussten schließen. Die deutsche Sprache war in staatlichen Schulen verboten. Der Minister-Präsident von Südaustralien sagte, dass das Kultus-Ministerium niemanden beschäftigen darf, der deutschen Hintergrund oder einen deutschen Namen hat. Die meisten Leute waren gegen die deutsche Sprache, aber der Erziehungsminister in New South Wales, Arthur Griffith, sagte am 29. Juni 1915 im NSW-Parliament:

I might remark that we are at war with the German nation; we are not at war with German literature.

In Südaustralien mussten im Jahre 1917 alle 49 lutherischen Schulen schließen. Nach den Winter-Ferien wurden viele dieser Schulen wieder geöffnet, als staatliche Schulen in denselben Gebäuden, mit neuen Lehrern. Die Regierung mietete die Gebäude von den Gemeinden. Diese Änderung war besonders für die kleinen Schulkinder ein traumatisches Erlebnis, da sie nicht verstehen konnten, warum die Regierung das getan hatte. Die Schüler bekamen dann keinen Deutsch- und Religionsunterricht mehr.

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Die Wut einiger britisch-australischer Bürger gegenüber allem, was einen Bezug zu Deutschland zu haben schien, betraf sogar Kirchengebäude. Brandanschläge zerstörten lutherische Kirchen in Edithburgh (im Südosten der Yorke Peninsula, Südaustralien), Murtoa (etwa 300 Kilometer nordwestlich von Melbourne) und Netherby (einem Dorf etwa 400 Kilometer nordwestlich von Melbourne) vollständig. Eine unbekannte Person bemalte die Türen der lutherischen Kirche in Quorn (etwa 40 Kilometer nordöstlich von Port Augusta in Südaustralien) rot, weiß und schwarz (die Farben des deutschen Kaiserreichs), weil der Pastor Gottesdienste in deutscher Sprache abhielt.[25]

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Viele Australier haben alle Kriegspropaganda-Lügen über Deutsch-Australier geglaubt. Einige Deutsch-Australier mussten in Internierungslager gehen, nur weil ein Australier (vielleicht auch ein Geschäftsrivale) gesagt hat, dass der Deutsch-Australier etwas gegen England gesagt hatte, selbst wenn dies nur ein Gerücht war, das von einem Nachbarn verbreitet wurde.[26]

Die nationalistische Leidenschaft half, den Verkauf von australischem Lagerbier zu steigern, während nun weniger importierte deutsche Biere gekauft wurden, die bis dahin einen guten Ruf genossen hatten. Lies hier mehr über den Ruf der deutschen Biere vor dem Ersten Weltkrieg. Die Australian Brewer’s Journal schrieb (hier in Übersetzung):

Die teutonischen Biersorten, die vom Feind hierher exportiert worden sind, sind tabu. Unsere Lagerbiere sind genauso gut, wenn nicht besser als ihre Modesorten.

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Zu Beginn des Krieges trug der St. Kilda Football Club (Australian Rules Football), der in der Victorian Football League spielte, Teamfarben, die mit den Farben der Flagge des Deutschen Reiches (rot, weiß und schwarz) identisch waren. Bei einem Spiel zwischen St. Kilda FC und Geelong FC in Geelong im Jahr 1914 wurden viele abfällige Bemerkungen über die Farben von St. Kilda gemacht. Auf der Jahresversammlung von St. Kilda am Montag, dem 14. Dezember 1914, beschloss der Verein, seine Farben in die Farben der belgischen Flagge (schwarz, rot und gelb – übrigens die Farben der heutigen deutschen Flagge) zu ändern.

Der Sekretär des Vereins, George Inskip, erklärte den Mitgliedern auf dieser Jahresversammlung, dass fast jeder Fußballverein in Melbourne die Farben eines der verschiedenen deutschen Staaten trug. Er glaubte, dass der Fußballverein lange vor der Gründung des Deutschen Reiches gegründet worden war. (Tatsächlich wurde der Verein 1873 gegründet, zwei Jahre nach der Gründung des Deutschen Reiches.) Einem Journalisten zufolge sagte der Vorsitzende der Versammlung daraufhin: »Deutschland hat unsere Farben kopiert«, woraufhin die Mitglieder mit Gelächter reagierten.[27]

Nicht alle Fans waren mit der Änderung der Farben einverstanden. Ein langjähriger Fan von St. Kilda schrieb an die Sportzeitung „The Winner” aus Melbourne und erklärte, er sei schockiert über die Änderung der Farben. Er schrieb: „Ich glaube nicht, dass die Tatsache, dass St. Kilda seine Farben ändert, den Verlauf des Krieges beeinflussen wird.” St. Kilda kehrte 1922 zu seinen ursprünglichen Farben zurück.[28]

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Der Gemeinderat von Ferntree Gully Shire (östlich von Melbourne) hielt am Samstag, dem 7. Oktober 1916, seine monatliche Sitzung ab. Der Gemeinderat erhielt einen Brief von der ›Upwey Progress Association‹, in dem darum gebeten wurde, eine Straßenlaterne durch eine neue zu ersetzen, da auf dieser die Aufschrift »Made in Germany« zu sehen war. Der Rat teilte der Upwey Progress Association mit, dass diese Laterne vor dem Krieg gekauft worden sei und dass der Rat derzeit nicht über die finanziellen Mittel verfüge, um sie zu ersetzen.[29]

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Matilda Rockstroh, eine Postbeamtin am Postamt innerhalb des Bahnhofes von St Kilda in Melbourne, in Australien geboren und seit 37 Jahren im öffentlichen Dienst und ohne Beweis von Untreue, musste ihre Stelle wegen ihrer deutschen Abstammung aufgeben (sie durfte keinen Kontakt mehr mit den Kunden haben).[30]

Foto: ein Mann

Edmund Resch zu Beginn seiner Internierung im Jahr 1917.

Foto: National Archives of Australia. NAA: D3597, 5498

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Edmund Resch, der Gründer von Resch's Beer in Sydney, musste in das Internierungslager gehen. Resch war 1863 im Alter von 16 Jahren nach Australien ausgewandert und wurde 1889 eingebürgert. Seine beiden in Australien geborenen Söhne leiteten die Brauerei, als der Krieg ausbrach. Dennoch war Edmund Resch 71 Jahre alt, als er 1917 verhaftet und bis zum Ende des Krieges in Holsworthy interniert wurde. Zu Beginn seiner Internierung wurde ein Foto von ihm gemacht, auf dem er seine offizielle Nummer in der Hand hält. Er hatte 54 Jahre lang in Australien gelebt, und man kann davon ausgehen, dass die Internierungsverfahren für diesen älteren, würdevoll aussehenden Mann demütigend waren.[31]

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Gustav Weindorfer ließ einige Männer zu seiner Hütte in der Nähe des Cradle Mountain (Tasmanien) etwas transportieren, von dem jemand behauptete, es handele sich um Funkgeräte. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen neuen Ofen handelte. Jemand behauptete, dass eine Wäscheleine am Cradle Mountain eine Antenne sei.[32]

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Regierungen und Gemeinderäte in Australien haben sehr viele deutsche Ortsnamen geändert, obwohl diese deutschen Namen von ›Pionieren‹ stammten. In Südaustralien änderte die Regierung des Bundesstaates 69 Ortsnamen und Landschaftsnamen. Siehe eine Liste deutscher Ortsnamen in Südaustralien.

Es ist interessant, dass Adelaide, der Name der Hauptstadt Südaustraliens, ursprünglich deutsch ist. Lies die Geschichte des Namens Adelheid/Adelaide. Die Regierung von Südaustralien hat diesen Stadtnamen deutschen Ursprungs aber nicht geändert.

Photo: Ortsschild (copyright: D Nutting)

Ortschild in Cambrai, eines Dorfes östlich des Tals Eden Valley und 9 km südlich des Ortes Sedan in Südaustralien. Der ursprüngliche Name des Ortes war Rhine Villa. Der neue Name Cambrai erinnerte an eine Schlacht im Jahre 1917 während des Ersten Weltkrieges in Frankreich.

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Viele Deutsch-Australier änderten ihren Namen. Paul Schubert, Lehrer in der Sturt Primary School in Adelaide, musste seinen Namen ändern, um seinen Job zu behalten. Im Jahre 1916 wurde er zu Paul Stuart.[33]

Selbst die britische königliche Familie änderte ihren Namen. Durch die Ehe von Queen Victoria (1819-1901) mit einem deutschen Prinzen hatte die britische königliche Familie 1840 einen deutschen Familiennamen bekommen. 1917 änderte König George V. den Familiennamen. Nicht mehr Sachsen-Coburg-Gotha; neuer Familienname war Windsor. Victorias Cousin wandelte seinen Familiennamen von Battenberg in Mountbatten um. Mountbatten klang englischer.[34]

Image: Zeitungsartikel

Karte: The Mirror of Australia, 17. Juni 1916, Seite 3

Vorurteile gegen die deutsche Sprache existierten nicht nur in Australien. In den USA bekam ›sauerkraut‹ den neuen Namen ›liberty cabbage‹ und ›hamburgers‹ bekamen den neuen Namen ›salisbury steaks‹ (benannt nach dem Arzt Dr. J.H. Salisbury: er empfahl, dreimal täglich eine solche Boulette zu essen). Manchmal setzten diese neuen Namen sich nicht durch.

Nach einer Änderung zur Gesetzgebung »Aliens Restriction Order« vom 28. Juli 1915 war es für Ausländer und naturalisierte Staatsbürger verboten, ihren Namen oder ihren Geschäftsnamen zu ändern.

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Die antideutsche Hysterie hielt sogar nach dem Sieg noch an. In Hobart wurde Charles Metz, ein in Australien geborener Metzger, von einer Menschenmenge zusammengeschlagen und sein Laden geplündert, weil er nach dem Waffenstillstand keine australische Flagge gehisst hatte. Menschen, die sich für ihn einsetzten, wiesen darauf hin, dass, wenn Metz' Großvater in Deutschland geboren worden war, dies auch für den Großvater des Königs galt (d. h. Prinz Albert, der deutsche Ehemann von Königin Victoria).[35]

Noch 1927 äußerten einige Einwohner der Gegend um Brighton in der Nähe von Melbourne heftige Kritik am Gemeinderat, als der Stadtrat drei Klaviere aus Deutschland für das Rathaus und einen weiteren Saal im Besitz des Gemeinderats kaufte.[36]

Die Streitkräfte der meisten Länder, die am Krieg beteiligt waren, basierten auf der Wehrpflicht (obligatorischer Militärdienst). Australien hatte keine Wehrpflicht, was zu Kontroversen führte – viele Australier wollten die Einführung der Wehrpflicht, viele Australier waren dagegen. Während des Krieges versuchte die australische Bundesregierung, die allgemeine Wehrpflicht einzuführen. Während zweier Referendumskampagnen grassierte nationalistische und antideutsche Propaganda im Rahmen der Bemühungen von Premierminister Billy Hughes um die Einführung der Wehrpflicht.[37] Im Oktober 1916 verwarfen die Australier die Wehrpflicht beim ersten »Conscription Referendum« (Volksentscheid über die Wehrpflicht). »Patrioten« machten die Katholiken und die Deutsch-Australier für das Scheitern dieses Volksentscheides verantwortlich. Diese »Patrioten« waren sicher, dass die Deutsch-Australier gegen die Wehrpflicht im Volksentscheid gestimmt hätten und dass die große Zahl der Deutsch-Australier das Scheitern der Abstimmung zur Folge hatte.

Foto: eine Bronzebüste (copyright: D Nutting)

Eine Bronzebüste von Premierminister Billy Hughes in der Prime Ministers Avenue im Botanischen Garten von Ballarat, Victoria.

Bei einer öffentlichen Versammlung in Tamworth in New South Wales vor dem zweiten Referendum machte Premierminister Billy Hughes drei Gruppen der australischen Gesellschaft, darunter auch deutschstämmige Australier, für das Scheitern des ersten Referendums zur Wehrpflicht verantwortlich.[38] Vor dem zweiten Referendum entzog seine Regierung allen Personen, deren Vater in einem feindlichen Land geboren war (auch wenn diese Person selbst in Australien geboren war), das Wahlrecht (= sie durften nicht am Referendum teilnehmen).[39] Billy Hughes hatte walisische Eltern und kam im Alter von 22 Jahren nach Australien. James Catts war Gewerkschaftssekretär, Politiker und Geschäftsmann und leitete die Kampagne gegen die Wehrpflicht in New South Wales. In einem Artikel in der Zeitung The Australian Worker vom Dezember 1917 erklärte er, dass die Zukunft junger Australier nicht von ›importierten Chauvinisten‹ (damit meinte er Billy Hughes) entschieden werden sollte. Er schrieb (hier in Übersetzung):

Aus politischen Gründen wurden in Australien geborene Bürger, deren Väter aus feindlichen Ländern stammen – insgesamt 100.000 Menschen – von unserem walisischen ›Kaiser‹ IHRER STIMMRECHTE BERAUBT.

James Catts[40]

Die Verweigerung des Stimmrechts, dieses Zeichen des Zweifels an ihrer Loyalität, ärgerte Soldaten, die bei den australischen Streitkräften kämpften, und deren Eltern Deutsch-Australier waren. Du kannst hier lesen, was ein Soldat darüber schrieb. John Fihelly war ein Minister der Regierung von Queensland, der sich gegen die Wehrpflicht einsetzte. Im Dezember 1917 schrieb er in der Zeitung Daily Standard aus Brisbane, dass die Bundesregierung offenbar der Meinung war, dass Australier deutscher Abstammung gut genug seien, um (in der australischen Armee) zu kämpfen, aber dass dieselben deutschstämmigen Australier offenbar nicht gut genug seien, um beim Referendum über die Wehrpflicht ihre Stimme abzugeben.[41] Das zweite Referendum über die Wehrpflicht (Dezember 1917) scheiterte auch.[42]

In The Australian People and the Great War schrieb Michael McKernan (hier in Übersetzung), dass bis 1914 die Deutsch-Australier »bewundert und respektiert wurden. Aber die Australier, vom Krieg emotionell so stark beansprucht, brauchten einen Krieg in ihrer eignen Nähe erzeugen, damit ihr Stricken und ihr Geldsammeln nicht ihre einzige Kriegserfahrung blieben. Die Deutsch-Australier wurden die Sündenböcke für Australiens fanatische, und (einigermaßen) naive Kriegsbegeisterung.«[43]

Nach dem Krieg stellte sich ein schwieriges Problem mit den fast 7.000 Menschen, die in Internierungslagern in Australien festgehalten wurden und in Deutschland geboren waren oder deutschen Hintergrund hatten. Sobald Schiffe zur Verfügung standen, wurden etwa 5.200 von ihnen nach Deutschland deportiert. Darunter waren auch einige Menschen, die als Babys aus Deutschland gekommen waren und später australische/britische Staatsbürger geworden waren. Sie wurden nach Deutschland deportiert, einem Land, das sie nie gekannt hatten. Der Historiker Professor Peter Stanley betrachtet die Art und Weise, wie sie behandelt wurden, als ein sehr eindrucksvolles Beispiel dafür, wie sich der intensive Hass während des Krieges in Australien sehr negativ ausgewirkt hat.[44]

Der australische Handel mit Deutschland und die Einwanderung aus Deutschland waren für die ersten paar Jahre der 1920er verboten. Jürgen Tampke von der University of New South Wales und Colin Doxford schrieben 1990 im Buch Australia, Willkommen, dass Beobachter im deutschen Außenministerium in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg überzeugt waren, dass der Hass gegen die Deutschen in Australien stärker war als in allen anderen Teilen des britischen Empires. Sie fragten sich, warum das der Fall war und vermuteten, dass die Antwort mit Australiens geographischer und kultureller Isolation von Europa verbunden war. Man glaubte, dass die Europäer (da sie seit Jahrhunderten an Krieg gewohnt waren) zu der Erkenntnis gezwungen wurden, über die Narben des Krieges hinwegkommen zu müssen.[45]

Siehe dazu auch: South Australian attitudes towards Lutheran Schooling during World War I (Flinders Ranges Research, in englischer Sprache)

♦ Einzelnachweise:

1. Leske (1996), / Monteath, Peter (Herausgeber). (2011). Germans: travellers, settlers and their descendants in South Australia. Kent Town (S.A.): Wakefield Press. Introduction, S. X (römische Ziffer 10)

2. Voigt (1988), S.72-73 / Lodewyckx (1932), S.227-228

3. McKernan (1984), S.263 / Ian Harmstorf, in Prest et al (2001), S.224-225

4. Blacket (1911), S.105

5. Blacket (1911), S.115

6. Hoyer (2022), S.120-121, 124, 179

7. Williams (2003), S.19 / Hoyer (2022), S.140, 155-157, 163

8. Lodewyckx (1932), S.232

9. Leske (1996), S.149 / Lodewyckx (1932), S.228-229, 232

10. Harmstorf, Ian, in Prest et al (2001), S.225

11. Williams (2003), S.12

12. Göttert, Karl-Heinz. (2017). Deutsche Sprache. 100 Seiten. Ditzingen: Philipp Reclam jun. S.7

13. Lodewyckx (1932), S.237

14. Leske (1996), S.155

15. Harmstorf, Ian (1994). A Trust Betrayed - South Australia's Germans in World War 1. In: Insights into South Australian History, vol. 2, South Australia’s German History and Heritage. Historical Society of South Australia Inc. S.63

16. Alleged German atrocities: Bryce report. The National Archives of the UK government. Archiviert am 2. August 2023. Verfügbar online hier.

17. Molony, John N. (1987). The Penguin bicentennial history of Australia : the story of 200 years. Ringwood (Victoria) : Viking. S.221

18. Adam-Smith, Patsy. (1978). The Anzacs. West Melbourne: Thomas Nelson (Australia). S.2

19. Lodewyckx (1932), S.236

20. Harmstorf, Ian (1994). A Trust Betrayed - South Australia's Germans in World War 1. In: Insights into South Australian History, vol. 2, South Australia’s German History and Heritage. Historical Society of South Australia Inc. p.67 / McKernan (1984), S.161-162

21. Gamble, Leo. (2003). Mentone through the years / Leo Gamble ; design by Graham J. Whitehead. Mentone : The author. S.91-92

22. Tampke & Doxford (1990), S.189

23. Nailon, Brigida. (2001). Nothing is wasted in the household of God : Vincent Pallotti's vision in Australia / Brigida Nailon. Richmond, Vic. : Spectrum Publications. S.71, 75 / Tampke and Doxford (1990), S.191

24. Meacham, Steve. (2017, 7. Juli). Beagle Bay, Mother of Pearl Church: A piece of Germany, in the heart of the Kimberley. Traveller. In The Sydney Morning Herald. Verfügbar online hier.

25. McKernan (1984), S.160

26. Connor & Yule & Stanley (2015), S.160 / Harmstorf, Ian (1994). A Trust Betrayed - South Australia's Germans in World War 1. In: Insights into South Australian History, vol. 2, South Australia’s German History and Heritage. Historical Society of South Australia Inc. S.59 / Lodewyckx (1932), S.236

27. ST. KILDA FOOTBALL CLUB. (1914, Dezember 15). The Age (Melbourne, Vic. : 1854 - 1954), S. 8. Abgerufen am 12. März, 2023, von <http://nla.gov.au/nla.news-article190660574> (die Änderung der Vereinsfarben)

28. FOOTBALL (1914, Dezember 2). Winner (Melbourne, Vic. : 1914 - 1917), S. 8. Abgerufen am 12. März, 2023, von <http://nla.gov.au/nla.news-article155522774> (a disappointed fan)

29. FERN TREE GULLY SHIRE COUNCIL. (1916, Oktober 20). The Reporter (Box Hill, Vic. : 1889 - 1925), S. 2. Abgerufen am 11. März, 2023, von <http://nla.gov.au/nla.news-article75166403>

30. McKernan (1984), S.165 - die Angaben von Dr. McKernan (in The Australian People and the Great War) über den konkreten Arbeitsplatz von Matilda Rockstroh sind jedoch nicht korrekt. Sie arbeitete nicht im Postamt St Kilda Road (Ecke Inkerman Street), sondern von 1915 bis 1918 in dem Postamt, das 1907 in den Bahnhof St Kilda integriert wurde – diese Information stammt von John Waghorn, einem privaten Historiker des Postwesens von Victoria. (Persönliche Mitteilung, Telefonat am 20.01.2014).

31. Helmi, Nadine & Fischer, Gerard. (2011). The enemy at home : German internees in World War I Australia / by Nadine Helmi, Gerard Fischer ; with contributions from Beth Hise, Stephen Thompson, Mark Viner. Kensington, N.S.W. : UNSW Press. S.23

32. Connor & Yule & Stanley (2015), S.152

33. & 34. Harmstorf, Ian (1994). A Trust Betrayed - South Australia's Germans in World War 1. In: Insights into South Australian History, vol. 2, South Australia’s German History and Heritage. Historical Society of South Australia Inc. S.64

35. Connor & Yule & Stanley (2015), S.154

36. Lodewyckx (1932), S.240

37. Thompson, Stephen. (exhibition curator). (2011). The German Australian Community. In: The Enemy at Home. German internees in World War I Australia. NSW Migration Heritage Centre. Verfügbar online hier. Abgerufen am 23.08.25.

38. REINFORCEMENTS REFERENDUM. (1917, Dezember 3). The Journal (Adelaide, SA : 1912 - 1923), S. 2 (5 P.M. EDITION). Abgerufen am 31. August, 2025, von <http://nla.gov.au/nla.news-article201917117>

39. REFERENDUM. (1917, Dezember 3). The Twofold Bay Magnet : and South Coast and Southern Monaro Advertiser (NSW : 1908 - 1919), S. 3. Abgerufen am 31. August, 2025, von <http://nla.gov.au/nla.news-article217758981>

40. DISFRANCHISED AUSTRALIANS. (1917, Dezember 20). The Australian Worker (Sydney, NSW : 1913 - 1950), S. 15. Abgerufen am 31. August, 2025, von <http://nla.gov.au/nla.news-article145807014>. (Die Zeitung bzw. Herr Catts hatte das englische Wort ›disenfranchised‹ falsch geschrieben.)

41. GOOD ENOUGH TO FIGHT. (1917, Dezember 8). Daily Standard (Brisbane, Qld. : 1912 - 1936), S. 4 (SECOND EDITION). Abgerufen am 31. August, 2025, von <http://nla.gov.au/nla.news-article179433156>

42. McKernan (1984), S.156

43. McKernan (1984), S.263

44. Stanley, Peter, & National Library of Australia. (2017). The crying years : Australia's Great War / Peter Stanley. Canberra, ACT : NLA Publishing. S.216

45. Tampke & Doxford (1990), S.205

♦ Literatur:

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